Yue, die Kalligraphie für den Mond zeigt ihn in der zunehmenden Phase

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Tai Yin, das Diagramm des großen Yin.


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“Yue” - der Mond

Es ist ein Bild des zunehmenden Mondes.

Der Mond ist beständig.

Beständigkeit ist essenziell im Leben.
Die Alten Meister forderten ihre Schüler auf, den Mond zu betrachten.
Getreulich, beständig folgt er seiner Bahn.
Er ist das Zentrum des nächtlichen Himmels.
Seit Urzeiten haben, Kinder, Frauen, Männer und
auch die Tiere zum Mond hinaufgeschaut,
finden Energie, Inspiration, sind von Staunen erfüllt.

Der Mond hält seine Umlaufbahn ein; still und beharrlich.
Er hat seine Phasen. Seine Bahn, seine Bewegung,
sein Pfad – kurzum, sein Tao – führen ihn in dunkle Schatten
und leuchtende Helligkeit.
Beklagt er sich? Strebt er nach einem anderen Kurs?
Er tut es nicht.

yue, der Mond

Selbst wenn sich das Licht verändert, das auf ihn fällt,
sein Antlitz manchmal von Schatten verdunkelt ist:
der Mond erlebt in eigener Gestalt täglich das Spiel von Schatten und Licht.
Er akzeptiert das, er erhebt und erbaut alle, die zu ihm aufschauen.

Der Mond besitzt seine eigene Urkraft. Er übt seine Anziehungskräfte
auf die Meere aus, auf die Herzen und den Geist der Menschen;
er bestimmt den Gang der Jahreszeiten.
Der Mond kämpft nicht. Er greift niemanden an; und er sorgt sich nicht.
Er versucht nicht, andere zu unterdrücken oder zu vernichten.
Er hält die Spur in seiner Bahn, doch übt er von seiner Natur her,
einen sanften Einfluß aus.
Welcher andere Himmelskörper vermag mit seiner Anziehungskraft
die Gezeiten der Ozeane zu bestimmen?
Der Mond bleibt seiner Natur treu, und nie verringert sich seine Macht.
Blicke nur in den heutigen Nachthimmel, wenn Du wissen möchtest,
wie Du Deinem Weg und Dir selbst treu bleiben kannst.”

Deng Ming-Dao

Deng Ming-Dao, Tao im Täglichen Leben

Tao im Täglichen Leben [S.35 ff.]

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Kung-Fu. Tigerstil bei Vollmond auf Borkum
Shaolin Qi-Gong,


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“Yue” , das Zeichen des Mondes finden wir auch
in der Kalligraphie “Ming” wieder.


ming, die Erleuchtung besteht aus den beiden Zeichen für Sonne und Mond


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die geistige Klarheit [Erleuchtung] -

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oben:
das Symbol des Mondes in der Astrologie

links: die abnehmende Phase
rechts: der Mond in seiner zunehmenden Phase.



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Kan & Li. Ji & Wu



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„Die 7 Meister des wunderbaren Tao“, von Günther Endres (Hrsg.)
Taoistische Geschichten aus der Schule der vollkommenen Verwirklichung.
Vom Werdegang der sieben Schüler des Großmeisters Wang im China
des 12. Jahrhunderts, (Chinesischer Titel „Ch’i-chen chuan”):



Es enthält im Vorspann kurze Biographien der historischen Persönlichkeiten.
Es soll von einem unbekannten Autor aus der Ch’ing-Dynastie verfasst worden
sein und gilt als Lehrroman des Ch’üan-chen-Taoismus
(„Schule der Vollkommenen Wirklichkeit“).


kleine Leseprobe aus dem Kapitel 12 des Werkes
(Herr Ch’ung-Yang belehrt hier seine Schüler):

“Er gibt Anweisungen zur Arbeit des Sitzens und erklärt genau
das wunderbare Prinzip“

“Die Regeln der Meditation:
Täglich in den Doppelstunden um Mitternacht (23-1 Uhr), am Mittag (11-13 Uhr),
 am Morgen (5-7 Uhr) und am Abend (17-19 Uhr);
in einem stillen Raum breitet man eine Decke aus und legt ein Kissen
zum sitzen darauf. Auf dem Kissen setzt man sich mit gekreuzten Beinen und
richtet den Blick mit halbgeschlossenen Augen auf den Nabel.
Mit Leinenwatte verstopft man die Ohren , und das Bewußtsein stoppt das Denken
und die Ängste. Man läßt die Aufmerksamkeit dem Atem folgen, wie er geht
und wie er kommt. Auf und Ab folgt man dem Rhythmus des Ein- und Ausatmens
ohne Hemmen und oder Drängen, ganz der Natur überlassen.

Man darf sich nicht anstrengen und auf keinen Fall durch irgendetwas
in Ärger bringen lassen, sonst macht man seine ganze Arbeit wieder zunichte,
und das schadet der wahren Lebensenergie.

„Zur Kunst der Meditation gehört gar nicht viel,
Nichts weiter als die Lebensenergie zu reinigen und
die Dämonen auszumerzen!
Dazu muß man die Hindernisse allesamt beseitigen
Und darf keine Netze und Fallen im Bewußtsein lassen!
Solange die Hindernisse nicht beseitigt sind,
Kommt nur Ärger auf.
Solange Netze und Fallen nicht abgeschnitten sind, wie
Könnte man da sorglos sich ergehen?
Wenn man das Höchste Prinzip klar erkennt und
übertragen bekommt,
Überläßt man sich nie wieder den eigenen Fehlern und Schwächen!“

Als Herr Ch’ung-Yang die Lehrrede über die Arbeit des Sitzens beendet hatte,
 stieg er von seinem Sitz herunter und nährte den Atem.
Seine Schüler kehrten auch in ihre Hütten zurück,
davon wollen wir nicht weitererzählen …“


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Tian, der Himmel

tian
- der Himmel -


yue” - der Mond
 



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In der indischen Astrologie Jyotish
[Jyotish ist ein Sanskritwort,
 das am besten mit "die Wissenschaft vom Licht" übersetzt wird,
die Wissenschaft wird auch als „das Auge des Veda“ bezeichnet.]
heißt der Mond “
chandra”.

James Braha. Die indische Mondastrologie

Der Mond ist weiblich, das große Yin [Tai Yin],
er regiert das Tierkreiszeichen Krebs, in dem er auch stark ist
und auch im Stier.
In der Mythologie ist der Mond männlich und muß die 27 Töchter
des kosmischen Urvaters heiraten;
die 27 Mondhäuser, das 4., 13. und das 21. [Rohini, Hasta und Shravana]
sind ihm zugeordnet;
sein Tag ist der Montag,
seine Edelsteine sind Perle und Mondstein.
Er steht für die Seele, die Psyche, Soma, den himmlischen Nektar,
die Vernunft, die Mutter, den Geist, Gefühle, Frauen,
Weiblichkeit, Labilität, Schönheit, Romantik, für Bewegung, Änderung,
Reise und Aufgeschlossenheit, das 4. Haus, Fahrzeuge.

Er herrscht über Kräuter und Heilpflanzen, ist Leben spendend,
 mütterlich und nährend.
Imagination, Intuition sind seine Stärken.
Im wird das linke Nasenloch, das linke Auge
und die Energiebahnen der linken Seite zugeordnet,
auch das Gehirn als Behälter des Wissens.

Seine Pflanzen sind die Mistel und der Beifuß, der Lotus,
Rhemania, die Schafgarbe und die Nachtkerze,
Brunnenkresse und das Wassernabelkraut,


yang     yin


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- der Mond ist voll -
eine Zeit der Kraft, gut geeignet für die Übungen
Tai-Chi * Kung-Fu * Qigong * Meditation
 



- an unseren Seiten wird fortlaufend gearbeitet -

besuchen Sie uns wieder, wenn Sie Zeit haben

Weitere Kalligraphien zu den
Zeichen des I-Ging gibt es

- hier -

Yi - die Wandlungen .. zur Auswahltabelle - Danke für Ihr Interesse ...

oder über die Bilder unten

Danke für Ihr Interesse

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Fullmoon-Power

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Symbol der Sonne


Schule für
Kung-Fu * Tai-Chi * Qi-Gong * Meditation
Kurse / Seminare / Workshops

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Kalligraphien in der Art der Kleinen Siegelschrift.

Yang & Yin und ihre Entsprechungen
 

Tao-Chi.-Logo entworfen vom Künstler Klaus D. Schiemann
sie Mondsichel


Symbol für
die Sonne
 


Symbol für
den Mond
 



tao, der Weg

tao

té



 yin, das dunkle, passive Prinzip

   yin  

 yang, das helle, aktive Prinzip

 
  “yang” 

 ming, geistige Klarheit, Erleuchtung

ming

yin-yang-Symbol



tu, das Element Erde

tu

shin, das Element Metall

shin

 mu, das Element Holz

 
  “mu”   

 huo, das Element Feuer

 
huo”   

 shui, das Element Wasser

shui

yang-yin-Symbol