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an dieser Stelle ein Textauszug aus dem Xingming Guizhi
(ein alchemistischer Klassiker, ĂĽbersetzt von Martina Darga)

Grundsätzlich kann die Alchemie als Kunst der Umwandlung bezeichnet werden,
denn ihr Anliegen ist die Verwandlung von groben Substanzen in feine Substanzen, von unedlen Metallen in edle Metalle. Das Ziel des Alchemisten ist hoch.
Er strebt die Gewinnung einer geheimnisvollen Substanz an, die ihm Weisheit oder ewiges Leben verleiht. Diese verkörpert sich in der abendländischen Alchemie im "Stein der Weisen",
in der chinesischen Alchemie im "Unsterblichkeitselixier".
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Das Bild der chinesischen Alchemie ist vor allem durch die Idee der Unsterblichkeit geprägt. Was aber bedeutet Unsterblichkeit?
Viele Alchemisten strebten nach der Unsterblichkeit ihres Körpers und - schenkt man den Texten und Legenden Glauben - erreichten diese auch.
Die Überzeugung, daß es die Möglichkeit gibt, körperliche Unsterblichkeit zu erlangen, ist ein wesentliches Charakteristikum der Labor-Alchemie, der sogenannten "äußeren Alchemie" (waidan), und so versuchten die Alchemisten,
im Labor ein Elixier herzustellen, das ihnen ewiges Leben verleihen würde. Der äußeren Alchemie steht die innere Alchemie (neidan) gegenüber.
Auch diese befaßt sich mit der Umwandlung des Menschen, doch betrachtet sie den Menschen selbst als die Stätte der Verwandlung und die dem Menschen und dem Kosmos innewohnenden Kräfte als Ingredienzen
zur Gewinnung des Elixiers. Die Vollendung des Elixiers entspricht der RĂĽckkehr des Menschen zu seinem Ursprung, dem Dao, und geht mit der Entfaltung
seines angeborenen inneren Wesens einher. Nicht der menschliche Leib wird unsterblich und verbindet sich mit dem Dao, sondern dieses "göttliche" Wesen. [...]
Immer wieder wird die erfahrbare Vielschichtigkeit der Wirklichkeit thematisiert, welche die innere Alchemie durch eine bildhafte Sprache zu veranschaulichen sucht.
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Ein Text, der auf sehr umfassende Weise innere alchemistische Prinzipien und Prozesse erläutert und dabei den Schwerpunkt auf die spirituelle Umwandlung legt, ist das aus vier Büchern bestehende Ming-zeitliche
Werk Xingming guizhi, das erstmals 1615 veröffentlicht wurde.
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Das Xingming guizhi betont die gemeinsame Pflege des Wesensnatur (xing) und der Lebensenergie (“ming”) und integriert somit auch die mit der Lebensenergie verbundenen physischen Aspekte der inneren Umwandlung.
Doch fokussiert es den Körper als den Ort, an dem die Umwandlung stattfindet und der Mensch in Verbindung mit dem Numenalen tritt, und richtet sein Hauptaugenmerk nicht auf die physiologische,
sondern auf die spirituelle Verwandlung. Das eigentliche Ziel des alchemistischen Prozesses sieht es in der RĂĽckkehr des Menschen zum Dao.
[Quelle: Martina Durga, Xingming guizhi: Vorwort, S. 11-17]
Innere Alchemie: Begriffsbestimmung
Der Begriff neidan wurde, soweit wir bisher wissen, in China seit dem 9. Jahrhundert benutzt. Wörtlich bedeutet neidan "innerer Zinnober" und
bezeichnet somit den Grundstoff für die Herstellung des Elixiers im Inneren des Menschen. Darüber hinaus wird mit dem Begriff neidan eine weitläufige daoistische Strömung charakterisiert, deren Hauptthema die
Umwandlung des Menschen bis zur "Unsterblichkeit" ist. In dieser Hinsicht sprechen westliche Wissenschaftler von "innerer Alchemie".

[Quelle: Martina Darga, Xingming guizhi
: Einleitung, S. 19-52]
Zu einigen
Alchemistischen Begriffen aus dem Buch “die Sieben Meister des wunderbaren Tao”

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