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Im Taoistischen I-Ging heißt es:

“04. die Dunkelheit
In der Dunkelheit liegt Wachstum.
Nicht ich suche die naive Unschuld, die naive Unschuld sucht mich. Bei der ersten Anfrage gibt es Auskünfte, eine zweite und dritte Anfrage ist Unsauberkeit. Unsauberkeit erlaubt keine Auskünfte.
Eine korrekte Haltung ist von Nutzen.
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Dunkelheit bedeutet Unklarheit und Unwissen ...
die Eigenschaften des Hexagramms zeigen Gefahr inmitten der Stille an,
es besteht aber auch die Möglichkeit, bei Gefahr anzuhalten, der Verwirrung kann Einhalt geboten werden. ...

“gen [08]” * “kan [06]” ... Das Hexagramm repräsentiert den beginnenden Prozeß “des Zusammenflusses des Yin” ... der Ursprüngliche Geist ist verdunkelt, und das unterscheidende Bewußtsein übernimmt
die Führung beim Handeln. Du läßt das Wahre außer Acht und orientierst Dich am Trügerischen, weil Du den Intellekt falsch einsetzt. Du arbeitest allerlei Tricks und Strategien aus.
Äußerlich erscheint alles hell, aber im Inneren ist es in Wahrheit dunkel, das ist der Anfang aller Verwirrung. Wenn die Verwirrung beginnt, wird die Essenz [“Jing”] gestört, das Leben gerät aus dem Gleichgewicht.
An einem einzigen Tag tausendmal geboren und zehntausenmal sterben, ohne zu wissen, wie Du innehalten kannst; dies ist äußerst gefährlich. Wenn Du die Gefahr erkennst, und Du es verstehst, sie aufzuhalten,
dann bringst Du den Verstand zum Schweigen. Du erscheinst dumm und dumpf, äußerlich ohne Wissen, aber im Inneren besitzt Du “wahres Wissen”. Von falscher Dunkelheit zu wahrer Dunkelheit zurückfinden,
solcherweise ist “Dunkelheit” paradoxerweise ein Weg der Entwicklung. ....
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