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The Taoist I Ching
aus The Taoist Classics, The collected translations of Thomas Cleary Volume four Shambala, Boston 2000 ISBN 1-57062-488-7
Das Werk wurde im Jahr 1796 durch den daoistischen Adepten Liu I-ming geschrieben, um aufzuzeigen, wie das I Ching, der älteste und meist verehrte Klassiker als Führer zur umfassenden Selbstkultivierung
gelesen werden kann, während sein gewöhnliches Leben inmitten der Welt führt. Liu I-ming gilt als ein Vertreter der daoistischen „Schule der Vollkommenen Wirklichkeit“,
deren Vertreter im gewöhnlichen Leben viele unterschiedliche Praktiken ausüben, wie das Übungssystem, welches als T’ai Chi Ch’uan bekannt ist, und einige der Meditationstechniken haben längst Eingang
in das öffentliche Leben gefunden, als Teile geistig-körperlicher Gesundheitslehren.
Die deutsche Ausgabe „Das Tao des I Ging“, Übersetzung von Ingrid Fischer-Schreiber
ist 1989 bei O.W. Barth erschienen. ISBN nicht verfügbar.

“The Taoist I Ching”
in deutscher Übersetzung : “
Das Tao des I Ging”
02 Earth
With earth, creativity and development are achieved in the faithfulness of the female horse. The superior person has somewhere to go. Taking the lead, one goes astray; following, on finds the master.
It is beneficial to gain companionship in the southwest and lose companionship in the northeast. Stability in rectitude is good.
Auf dem Weg der Erde ist Kreativität und Entwicklung erreichbar über den Pfad der Ergebenheit ( der Treue) einer Stute. Der überlegene Mann muß sich auf den Weg machen.
Übernimmt er die Führung, kommt er auf Abwege; folgt er, dann findet er den Meister. Es ist von Vorteil, Gefährten auf dem Weg nach Südwesten zu finden und sich von Gefährten des Nordostens zu trennen.
Beständig auf dem geraden Weg bleiben ist gut.
Auszüge aus den Erklärungen:
Der Weg der Erde bedeutet, sich unterordnen; sie symbolisiert Biegsamkeit, Empfänglichkeit, Demut.
Das Hexagramm besteht aus sechs geteilten Linien und steht für das Reine Yin. Daher heißt es: die Erde. Dieses Hexagramm repräsentiert das Zusammenfließen des Yin.
Hierin übt die Wissenschaft vom Pflegen der Essenz Ergebenheit, Empfänglichkeit und geht den Weg der Biegsamkeit. ....
Wenn die Menschen aus der Verwirrung Verständnis wachsen lassen können und das Yin dem Yang folgen lassen, wenn sie ihren menschlichen Geist verwenden, um zum Geist des Tao zurückzukehren,
und mit dem Geist des Tao den menschlichen Geist lenken, wenn sie also den Meister, den sie verloren haben, wieder finden können, dann werden sie erleuchtet, auch wenn sie unwissend sind, und sie werden stark,
auch wenn sie schwach sind ...
. Auf dem Pfad der Ergebenheit übertrifft nichts die Erde. Nichts ist ein besseres Symbol für die Empfänglichkeit als der Mond.

“yue” - der Mond
Der Mond ist im Grunde reines Yin ohne jedes Yang. Er trifft die Sonne im weiten Raum, wandert nach Südwesten, der Position der Erde
und am dritten Tag des Mondmonats sendet er ein Leuchten aus wie eine geschwungene Augenbraue ... das heißt „Gefährten finden“. ...
Wenn der Mond am 28. Tag im Nordosten, der Position des Berges angekommen ist,
erlischt auch das restliche Mondlicht – dies heißt „sich von Gefährten trennen“ ... Kann der Edle, der den Weg übt, wie der Mond sein, der der Sonne folgt,
wenn er in Ergebenheit den Pfad der Biegsamkeit beschreitet, dann weiß er, was Gewinn und Verlust ist, und er wird wirksam sein sowohl im Voranschreiten als auch im Zurückweichen
...
Was immer Du erschaffst, wächst; was immer wächst, trägt Früchte, und die Früchte sind alle gut. Wie kannst Du dann glauben, es sei eine geringe Sache, ergeben und empfänglich in Rechtschaffenheit zu verweilen?
...
First yin: Walking on frost: Hard ice arrives
Wanderst Du auf Eis, so naht festes Eis
Second yin: Straightforward, correct, great: Unfailing achievement without practice.
Ehrlich, passend, groß. Deine Leistungen sind ohne Fehler, obwohl Du nicht übst.
Third yin: Hiding one’s excellence, one can be correct: If one works in government, there is completion without fabrication.
Indem Du Deine Vorzüge verbirgst, kannst Du auf dem richtigen Weg bleiben. Bist Du mit Regierungsgeschäften befasst, vollendest Du die Angelegenheiten, ohne künstliche Anstrengungen.
Fourth yin:
Closing the bag, there is no blame, no praise.
Mach den Sack zu; es gibt keinen Tadel, es gibt kein Lob.
Fifth yin: A yellow garment is very auspicious.
Ein gelbes Gewand ist Glück verheißend.
Top yin: Dragons battle in the field; the blood is dark yellow.
Drachen kämpfen auf den Feldern; Das Blut ist dunkel gelb.
Using yin: It is beneficial to always be correct.
Es ist vorteilhaft, wenn Du immer dem rechten Weg folgst.
*
Students past and present have presumed on their intelligence, relying on their own views alone,
engaging in arbitrary guesswork and personalistic interpretations, unwilling to humbly seek the aid of others. For the reason they grow old without attainment.
Then again, there are those who seek out teachers and colleagues, but are unable to distinguish the false from the true, and get off into tangents and twisted byroads, never understanding all their lives.
Also there are those who can distinguish false and true, who investigate and understand the principles of essence and life, and who proceed along the path, and yet give up along the way.
Those who are not constant in rectitude and not using the yin correctly; they cannot attain the Tao. If you want to attain the Tao, you need to know how to submit to it and be receptive to it,
and you must follow it correctly. It is also necessary to follow it correctly forever. If you are able to follow it correctly forever, there will be firmness in flexibility,
unobscured, never changing till death. Shedding the conditioned temperament, you expose the original face of primordial unconscious obedience to the laws of God: both essence and life are perfected.
So the path of eternal rectitude and flexible receptivity is consummated.
Die Schüler in der Vergangenheit und Gegenwart haben sich wer weiß was auf ihre eigene Intelligenz
eingebildet und sich auf ihre persönliche Sicht der Dinge verlassen. Sie haben sich zudem auf abweichende Praktiken eingelassen und sind persönlichen Interpretationen gefolgt,
unwillig in bescheidener Weise den Rat anderer zu suchen. Darüber sind sie alt geworden ohne nennenswerte Fortschritte zu machen.
Dann gibt es diese, die zwar Lehrer und Weggefährten finden, jedoch unfähig sind, das Falsche vom Wahren zu unterscheiden, und so gelangen sie auf Nebengleise und folgen
verschnörkelte Seitenwege, unfähig zur Einsicht in ihr leben zu gelangen. Dann gibt es diejenigen, die zwischen wahrem und falschem Weg unterscheiden könne,
die die Prinzipien von Essenz und Leben untersuchen und auch begreifen, und auch Fortschritte auf dem Weg machen,
jedoch aufgrund der Länge des Weges denn aufgeben. Die, die nicht beständig dem Rechtschaffenem folgen und das yin nicht der Ordnung gemäß nutzen, sie können den Weg nicht erreichen.
Wenn Du den Weg erreichen willst, musst Du wissen, wie Du in ihm aufgehen und empfänglich für ihn werden kannst, und Du musst ihm auf rechte Weise folgen.
Dazu ist es wiederum wichtig, ihm dauerhaft auf rechte Weise zu folgen. Wenn Du dazu fähig bist, dem Weg ausdauernd und in rechter Art zu folgen,
findest Du in ihm Festigkeit in der Biegsamkeit, unverdunkelt und unwandelbar bis zum Tod. Indem Du Deine zeitlich bedingten Konditionierungen abwirfst, enthüllst Du das ursprüngliche Gesicht der vorgeburtlichen,
unbewussten Nachfolge der himmlischen Gesetze: die Essenz und das Leben, beide sind dann vervollständigt. So vollendest Du den Weg der ewigen Redlichkeit und der biegsamen Aufnahmefähigkeit.
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